Illusion of Freedom of Will – Illusion Willensfreiheit

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Archiv der Kategorie: Determinismus

Die einzige Möglichkeit, in exakt derselben Situation

 

 

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zwei unterschiedliche Dinge zu tun, wäre ein Zufallsgenerator; der passt aber genau nicht zum freien Willen.

Martin Bäker

M. Bäker http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen

 

Ein Elementarteilchen ist unvorhersehbar aufgrund  seines Quantenverhaltens, ein Mensch ist unvorhersehbar aufgrund seiner Komplexität.

 

Loch Ness und andere Ungewissheiten: Frage: Wozu Kausalität? – Ereignisse kann es auch ohne Ursache geben

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ist Daniel von Wachter überzeugt:

 „So behauptet Prinz: „Wissenschaft geht davon aus, daß alles, was geschieht, seine Ursachen hat“ (Prinz 2004, 22), und meint damit, daß jedes Ereignis das Ergebnis einer deterministischen Ursache ist. Das setzt „die Wissenschaft“ natürlich nicht voraus, und sie hat auch keinen Grund für diese Annahme. Naturwissenschaft sucht mitunter nach deterministischen Ursachen, aber Suchen setzt nicht die Annahme voraus, daß es das Gesuchte gibt. Wer nach dem Ungeheuer von Loch Ness sucht, setzt nicht voraus, daß es es gibt. Andererseits werden für die These, daß uns Verschaltungen festlegen, Argumente aus der Hirnforschung vorgelegt. Aber bestenfalls hat die Hirnforschung einzelne Ursachen einzelner Ereignisse gefunden. Das zeigt nicht, daß es keine Gehirnereignisse gibt, die keine deterministische Ursache haben, und es zeigt schon gar nicht, daß alle Gehirnereignisse durch vorangehende Ereignisse festgelegt sind. Kein Ereignis legt ein späteres fest, und kein Ereignis ist durch vorangegangene Ereignisse festgelegt.“

Wachter: Kein Gehirnereignis kann ein späteres festlegen

 

Gehirnereignisse als frei von Kausalität zu denken – im naturwissenschaftlichen Zeitalter – darauf kann wohl nur ein Geistes“wissenschaftler“ (Philosoph) kommen ….

„Gehirnereignisse“  , die nicht durch vorangehende Ereignisse bedingt sind?
Aber was ist dann ihre Ursache: Göttliche Einflussnahme? Der Heilige Geist? Der Hegelsche Weltgeist?  (mehr …)

Neuronen sind Teil der materiellen Welt und unterliegen deren Gesetzen

Helmut Fink:

Alle Naturvorgänge folgen entweder deterministischen Verlaufsgesetzen oder sie enthalten streng indeterministische Prozesse, für die die Quantentheorie präzise Wahrscheinlichkeitsaussagen ermöglicht. In beiden Fällen kommt die Beschreibung ohne metaphysische Zutaten aus. Das Auffinden von Ursachen zur Erklärung von Phänomenen findet immer innerhalb der materiellen Welt statt. Diese Geschlossenheit der materiellen Welt finden wir überall bestätigt- Wieso sollten sie gerade bei bewussten Willensentscheidungen nicht gelten? Die Erklärung komplexer Phänomene durch Rückführung auf ihre konstituierenden Bestandteile hat sich tausendfach bewährt. Da scheint es nur konsequent, dieses reduktionistische Herangehen auch auf geistige Phänomene anzuwenden.

Welcher Spielraum könnte für eine Freiheit des Willens noch übrig bleiben, wenn der Zustand aller Neuronen zur (im Prinzip erforschbaren) Grundlage der Beschreibung gemacht wird?  (mehr …)

Bernulf Kanitscheider

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„Nun kann es nicht geleugnet werden, dass in uns Menschen verführerische Gefühle am Werk sind, die uns suggerieren, dass trotz aller gesetzesartigen Determiniertheit unseres mentalen Zustandes wir zu jedem beliebigen Zeitpunkt den Eindruck haben, dass wir eine nicht durch Ursachen bestimmte Möglichkeit in uns vorfinden, in einer Wahlsituation jede von zwei Alternativen auszusuchen.

Wie eindringlich auch diese Vorstellung sein mag, dass trotz der vergangenen Geschichte des Universums, die uns in die Situation zum Zeitpunkt t0 gebracht hat, wir in der Lage wären, eine kausal von dieser Situation unabhängige Entscheidung in t>t0 zu fällen, dürfen wir nicht vergessen, dass es sich dabei um eine Illusion handeln kann. Die Menschen erliegen verschiedenen metaphysischen Trugbildern, so auch etwa der, dass die Zeit fließt und wir vom Strom der Zeit weggetragen werden. In gleicher Weise drängt sich nun die Illusion der Unabhängigkeit unserer Entscheidungen vom momentanen Zustands unseres Gehirns auf. Dieser Täuschung erliegen wir aber nur – wie schon Spinoza bemerkte – weil unser Gehirn für uns selber als Handelnde undurchdringlich bleibt.   (mehr …)